«Braui»-Pächter übernimmt im «Helvetia»

NEUSTADT ⋅ Nach 26 Jahren tritt Beizer Ueli Vollenweider in den Ruhestand. Sein Neffe Serge will das «Helvetia» weiterführen – mit einer Firma, die in der Gastroszene bereits bestens bekannt ist.
20. Juni 2017, 00:00

Beim traditionsreichen Restaurant Helvetia in der Luzerner Neustadt steht nach 26 Jahren ein Pächterwechsel an. So lange schonführtUeliVollenweider(72) den Betrieb, anfänglich mit seiner inzwischen verstorbenen Frau und Henk Bergman. Nun will er in den Ruhestand treten. «Mit meinem Neffen habe ich den richtigen Nachfolger, der den Betrieb seit 1999 leitet, meine 26-jährige Arbeit weiterführen und Bewährtes erhalten wird», sagt Ueli Vollenweider.

Der angesprochene Serge Vollenweider (41) will das Restaurant aber nicht im Alleingang führen, da der Betrieb mit 35 Angestellten doch eine beträchtliche Grösse aufweise. Darum holt er die Gambrinus Gastronomie AG an Bord. Sie wird ab 1. Oktober als Pächterin fungieren, Serge Vol­lenweider bleibt Leiter.

Das Personal bleibt dasselbe

Hinter der Gambrinus Gastronomie AG stehen Eckhard Schwöbel, seine beiden Töchter Julia und Anne-Kathrin sowie Alois Keiser, der als Geschäftsführer fungiert. Das Unternehmen wurde letztes Jahr gegründet, mit dem «Helvetia» übernimmt es das dritte Restaurant in Luzern. Die andern beiden Lokale sind der «Stadtkeller» und die «Rathaus-Brauerei», auch «Braui» genannt. Das «Helvetia» und die Vollenweiders habe man durch regelmässige Restaurantbesuche kennen und schätzen gelernt. Laut Alois Keiser passe das «Helvetia» perfekt zu den beiden anderen Lokalen, da es sich bei allen um Luzerner Betriebe handle, die vor allem auf Tradition und Qualität Wert legen würden.

Und was ändert sich denn künftig für die «Helvetia»-Gäste? «Eigentlich fast gar nichts. Alles bleibt beim Alten: Angebot, Bio-Suisse-Produkte, Raucherbar und auch das Personal», sagt Keiser.

«Die einzigen Veränderungen werden eine sanfte Renovation in den Wintermonaten und die Einführung einer neuen Biersorte sein.» So werde das Rathaus-Bier nach dem Umbau im Offenausschank erhältlich sein. Damit will die Gambrinus Gastronomie AG ihren dritten Betrieb nutzen, um die eigene Brauerei zu stärken. Die Renovation werde nichts am Charakter des Restaurants ändern, lediglich die Toi­lettenanlagen und Wände sollen ein neues Kleid erhalten.

Übrigens ist nicht nur die Gambrinus Gastronomie AG in der Luzerner Gastro-Szene in letzter Zeit sehr aktiv. Dasselbe trifft auch auf die Besitzerin des Lokals zu – die Familie Palmers, die ihr Geld im Unterwäschegeschäft verdient hat. Diese will am St.-Karli-Quai ein veganes Restaurant sowie eine vegane Bäckerei eröffnen (wir berichteten). Im «Helvetia» wird es aber auch künftig Fleisch geben.

Isabelle Jost

stadt@luzernerzeitung.ch


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