Geflutete Keller und unterspülte Strassen

STURM ⋅ Das Unwetter vom Samstagabend hielt vor allem die Einsatzkräfte in der Stadt Luzern und in Malters auf Trab. Der Schaden ist noch nicht überall behoben.
24. Juli 2017, 00:00

Der Regen war kurz, aber heftig. Am Samstagabend um etwa 22.30 Uhr zog eine Unwetterfront mit zahlreichen Blitzen über die Region Luzern. Betroffen waren vor allem die Stadt Luzern sowie Malters.

Danach kursierten spekta­kuläre Bilder auf den sozialen Medien, vor allem vom überschwemmten Schweizerhofquai. Dort waren aufgrund des Blue-Balls-Festivals auch viele Menschen unterwegs. Gemäss einem Leserreporter sei dort ein Bus auf der Strasse stecken geblieben, die Passagiere hätten aussteigen müssen.

Belag wurde angehoben

Den grössten Schaden hat das Unwetter jedoch auf der Hünenbergstrasse im Maihofquartier hinterlassen. Diese wurde unterspült, der Belag teilweise angehoben oder verschoben, es sind Risse zu sehen. Die Strasse wurde deswegen für den Verkehr gesperrt. Ebenfalls unterspült wurde der untere Teil der Spitalstrasse im Bereich St.Karli. Die Schäden sind dort jedoch geringer, die Strasse wurde nicht gesperrt. Das genaue Ausmass war gestern noch nicht bekannt. Die betroffenen Strassen werden heute genauer untersucht, wie die Stadt Luzern auf Anfrage mitteilte.

Auf dem Schweizerhofquai konnte das Wasser von selbst abfliessen, ein Einsatz sei nicht nötig gewesen, sagt Heinrich Bernet, Dienstoffizier bei der Feuerwehr der Stadt Luzern. Diese verzeichnete am Samstagabend 46 Meldungen, verteilt auf das ganze Stadtgebiet. Elfmal rückte sie aus, vor allem wegen gefluteter Keller oder Liftschächte. Verletzte gab es keine. Im Gegensatz zum Unwetter vom letzten Mittwoch seien auch keine Fälle von umgestürzten Bäumen bekannt.

Malters: Einsatz bis 5.30 Uhr morgens

In Malters rückte die Feuerwehr am Samstagabend fünfmal aus, wie Erich Brühlmann, Vizekommandant der Feuerwehr Malters-Schachen, auf Anfrage sagt. Dies ebenfalls meistens wegen gefluteter Keller. In einem Fall drang Wasser durch das Dach in die Wohnung. Auch in Malters sind keine Fälle von verletzten Per­sonen bekannt.

Am aufwendigsten sei jedoch der Einsatz auf der Hellbühl­strasse gewesen. Dort wurde der Durchlass des Lehnbächlis verstopft. In der Folge kam es im Bereich Oberei zu Überschwemmungen auf der Strasse. «Es lag viel Geschiebe auf der Strasse, die Schächte wurden verstopft», sagt Brühlmann. In der Folge musste das Geschiebe wieder entfernt, die Strasse entwässert und gereinigt werden. Der Einsatz dauerte bis am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr.

Malters war in letzter Zeit mehrmals von heftigen Unwettern betroffen. Jenes am Samstag sei bereits das fünfte in diesem Monat gewesen, das die Feuerwehr auf Trab hielt, sagt Brühlmann.

Stefan Dähler und René Meier

region@luzernerzeitung.ch

www. So sah es am Samstagabend auf dem Schweizerhofquai aus: luzernerzeitung.ch/video

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