Hausbesetzung: Zwei Vorstösse

16. April 2018, 00:00

Musegg Die Besetzung der Stadtluzerner Liegenschaft Auf Musegg1 seit gut einer Woche ist nun auch ein Fall für die Politik: Gleich zwei Dringliche Interpellationen wurden eingereicht. Die SVP will vom Stadtrat wissen, ob er sich bewusst sei, dass sich die Quartierbevölkerung durch das «teilweise aggressive und rücksichtslose Verhalten» der teils vermummten Besetzer massiv in ihrer Sicherheit und Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlen würde. Weiter fragt die Partei, wieso der Stadtrat keinen Räumungsbeschluss anordnete, nachdem die Besetzer das Ultimatum hatten verstreichen lassen. Antwort erwartet sie zudem auf die Frage, was die Renovation des Gebäudes mitsamt Behebung des Schimmelpilzbefalls kostet.

Der Schimmelpilzbefall beschäftigt auch die Grünen in ihrer Dringlichen Interpellation: «Warum wurde nichts dagegen unternommen?», fragen sie unter anderem und schreiben von einem «bedenklichen Umgang der Stadt mit eigenen Immobilien». Im Gegensatz zur SVP, der die Räumung nicht schnell genug gehen kann, wollen sie vom Stadtrat hingegen wissen, weshalb er sich mit den Besetzern nicht an einen Tisch setzt, statt voreilig eine Räumung anzuordnen.

Die Besetzer mit dem Namen Pulp@ hätten die Liegenschaft gemäss Ultimatum der Stadt bis am Donnerstagvormittag verlassen müssen. Doch sie sind geblieben – mit dem Segen des Stadtrats (Ausgabe vom Freitag). (red)


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