Lichtspektakel am Luzerner Fest

STADT LUZERN ⋅ Das Luzerner Fest will sich neu erfinden. Regionaler, kleiner und familiärer soll es werden. Dieses Jahr locken am 23. und 24. Juni einige neue Attraktionen Besucher in die Stadt.
14. Juni 2017, 00:00

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

«Lozärn, mer hend dech gärn», sang die A-cappella-Gruppe Vocabular zur Begrüssung an der gestrigen Pressekonferenz. Dieses Motto scheint auch den Organisatoren des Luzerner Fests zu entsprechen. Das OK will sich nämlich verändern. Weg vom Grössenwahnsinn hin zu mehr Gemütlichkeit. «Manche Leute haben sich nicht mehr wohl gefühlt bei der Grösse, die das Fest angenommen hatte», begründet OK-Präsidentin Corinne Imbach die neue Ausrichtung hin zu einem kleineren Fest.

Einen ersten Vorgeschmack, wie sich das Luzerner Fest längerfristig entwickeln könnte, bietet die nächste Ausgabe vom 23./24.Juni: Anstelle des bisherigen grossen Feuerwerks wird es eine Lichtshow geben, wie das OK gestern mitteilte. Der Torbogen beim Bahnhof wird dabei vom Lichtkünstler David Hedinger bespielt. Die Lichtshow beginnt am Samstag ab 22.30 Uhr und wird viertelstündlich wiederholt. Nicht weit davon entfernt, beim KKL, wird dessen Fassade in ein «digitales Feuerwerk» verwandelt, erklärt Corinne Imbach. Das Luzerner Kreativstudio «ahundretandten» wird dem Gebäude mit einem Spiel aus Farben und Formen ein neues Gesicht geben. Diese Projektionen starten nach Sonnenuntergang.

Der Regionalbezug wird gestärkt

Der Fokus soll zudem wieder vermehrt auf den guten Zweck des Festes gelegt werden. Der Erlös des Luzerner Fests geht denn auch an verschiedene gemeinnützige Projekte, etwa an ein Wohntraining für Menschen mit Behinderung der Stiftung Brändi in Kriens. Die Stiftung Luzerner helfen Luzernern, die hinter dem Fest steht, will die Region wieder mehr in den Fokus rücken. «Es soll ein Fest von Luzernern für Luzerner sein», sagt Imbach. Das zeigt sich auch beim Programm: Im Pavillon am Luzerner See­becken werden besonders viele Bands aus Luzern und Umgebung auftreten. So werden beispielsweise Henrik Belden oder die Monotales beim Pavillon auf der Bühne zu sehen sein. Insgesamt haben an den beiden Tagen 90 Bands und DJs ihren Auftritt (Details auf www.luzernerfest.ch). Im KKL drin gibt es derweil eine Premiere. Die Musiker Adrian Stern und Eliane Müller geben am Samstagabend ein Benefizkonzert. Der Erlös des Konzerts kommt der Stiftung zugute. Ein weiteres Highlight ist das Bluesschiff. Zutritt hat, wer sich für 10 Franken eine Herzrondelle kauft.

Die Wandlung des Luzerner Fests zu mehr Bescheidenheit soll ab 2018 noch verstärkt fortgesetzt werden. Über Details des übernächsten Fests gibt das OK aber noch keine Auskunft. Nur so viel: Man mache sich Gedanken über Standorte und Mitmachprojekte.

www. Video der Lichtshow auf: www.luzernerzeitung.ch/video

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