Rettungsschwimmer sorgen für Sicherheit

LUZERN ⋅ Zum ersten Mal hat die Lebensrettungsgesellschaft während der Fasnacht die Reuss überwacht. Gerne würde sie dies auch nächstes Jahr wieder tun.
14. Februar 2018, 00:00

An der diesjährigen Fasnacht hatte auch die Luzerner Sektion der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) einen Aufritt, allerdings der etwas anderen Art: Am Güdismontag und -dienstag patrouillierte sie mit einem Schlauchboot auf der Reuss zwischen Seebrücke und Nadelwehr, um Fasnächtler aus dem Wasser zu retten oder aber Verletzte oder Einsatzkräfte übers Wasser zu transportieren.

Dazu war es glücklicherweise Stand Dienstagnachmittag nicht gekommen. «Die Fasnacht war allgemein ruhig, wohl wegen der tiefen Temperaturen hielten sich verhältnismässig wenig Leute draussen auf», zieht Einsatzleiter Marc Audeoud von der SLRG Luzern ein positives Zwischenfazit. Man habe einzig einen Mann aus dem Wasser verweisen müssen: Er stieg vor dem Swisscom-Shop in die Reuss und wollte zum Wasserturm und retour schwimmen. «Denn auch für uns Retter besteht bei solch tiefen Wasser- und Lufttemperaturen immer ein gewisses Risiko», begründet Audeoud.

Bis anhin war Wasserpolizei «in Einsatzbereitschaft»

Die SLRG Luzern war zum ersten Mal während der Fasnacht für die Wasserrettung zuständig. Bis anhin fiel das in den Aufgabenbereich der Wasserpolizei. Laut Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, befand sich diese zwar jeweils in Einsatzbereitschaft, war aber nicht mit einem Boot vor Ort präsent. Der augenfällige Einsatz der freiwillig anwesenden SLRG ist denn auch vielen Besuchern positiv aufgefallen, wie Einsatzleiter Marc Audeoud bestätigt.

Gesamthaft waren fünf ehrenamtliche Lebensretter im Einsatz in zwei Schichten von jeweils 17 Uhr bis 4 Uhr nachts. «Bei Bedarf können wir die Reuss aber auch länger überwachen», sagt Audeoud. Noch unklar ist, ob die SLRG auch künftig während der Fasnacht für die Wasserrettung zuständig sein wird. Audeoud zumindest würde sich auf weitere Fasnachtseinsätze freuen und bringt gleich noch eine neue Idee ins Spiel: «Vielleicht wäre es sinnvoll, auch am Schmutzigen Donnerstag oder am Fasnachtssamstag zu patrouillieren.»

Raphael Zemp

rapahel.zemp@luzernerzeitung.ch


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