Stadt zahlt nach Ablauf des Baurechtsvertrags

13. September 2017, 00:00

Die Stadt Luzern besitzt einen Mustervertrag, in dem die Baurechtsvergabe an gemeinnützige Wohnbauträger geregelt ist. Demnach wird der Baurechtszins auf staatlich gestützten Kostenfaktoren errechnet. Er wird alle fünf Jahre aufgrund des Basislandwerts und des Zinssatzes angepasst. Ein Baurechtsvertrag wird über 30 bis 100 Jahre abgeschlossen und kann verlängert werden. Läuft er aus, geht das Land mit den darauf stehenden Bauten an die Stadt zurück. Sie muss dann dem Baurechtnehmer eine Entschädigung im Umfang von 80 Prozent des Zustandswerts der Gebäude zahlen. Der Vertrag kann nur in beidseitigem Einverständnis frühzeitig aufgelöst werden. Es sei denn, der Baurechtsnehmer verletzt den Vertrag. Dann kann die Stadt den vorzeitigen Heimfall herbeiführen. Auch dann muss sie eine Entschädigung entrichten. (bev)


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