Vallaster-Villa muss Neubau weichen

12. Juli 2017, 00:00

Rosenberg Die Tage der Vallas­ter-Villa an der Rosenberghalde 3 in Luzern sind gezählt. Deren Eigentümerin, die Anliker AG Immobilien mit Sitz in Emmen, will das Haus abreissen. «Geplant sind zwei Neubauten mit einer Hauptfassadenhöhe von 15 Metern», sagt Xaver Sigrist, Verwaltungsratspräsident der Anliker-Gruppe. Die Baubewilligung sei erteilt und rechtskräftig. Der Baustart erfolgt voraussichtlich Ende 2017 oder Anfang 2018, der Bezug ist im Herbst 2019 vorgesehen. Die Baupläne erarbeitet hat das Luzerner Architekturbüro Lütolf und Scheuner.

Die Villa wurde 1924 bis 1925 nach Plänen von Architekt Adolf Vallaster (1897–1967) errichtet. Dieser hatte auch bei anderen Werken in der Stadt Luzern seine Finger im Spiel. So wurde das Seebad aufgrund von Plänen, die Vallaster 1957 vorlegte, in den Jahren 1963 bis 1965 saniert. Weiter hat er das Schulhaus Geissenstein und das Tramhäuschen beim Kreuzstutz-Kreisel entworfen. Vallaster war ausserdem von 1943 bis 1963 Mitglied des Grossen Stadtrats für die damaligen Liberalen. Eine Strasse am Rosenberg ist nach ihm benannt.

Wohnungen vor allem für ältere Leute geeignet

Anliker rechnet für den Neubau mit Investitionskosten von rund 25 Millionen Franken. Geplant sind 27 Wohnungen, etwa die Hälfte davon soll im Stockwerkeigentum verkauft werden. Die Grösse bewegt sich zwischen 21/2 und 41/2 Zimmern, wobei die wenigsten Wohnungen 41/2 Zimmer aufweisen werden. Die Preise beziehungsweise Mieten werden sich im «mittleren bis oberen» Segment bewegen, so Sigrist. Die Wohnungen seien vor allem für ältere Personen geeignet. «Einkaufsmöglichkeiten und Bushaltestellen befinden sich in unmittelbarer Nähe.» Geplant ist eine Einstellhalle mit 20 Parkplätzen.

Anliker hat die Villa 2016 von einer Eigentümergemeinschaft gekauft. Sie ist derzeit nicht bewohnt. Sie gelte weder als schützens- noch als erhaltenswert, so Sigrist. Sie befindet sich auch nicht in einer Ortsbildschutzzone. (std)


Leserkommentare

Anzeige: