Das sind die Kandidaten

18. Mai 2017, 00:00

Als Hassan Rohani vor vier Jahren überraschend zum Präsidenten der Islamischen Republik Iran gewählt wurde, galt er als Hoffnungsträger. Dass der versprochene Wirtschaftsaufschwung bislang ausblieb, kann keinesfalls nur der Politik Rohanis angelastet werden. Ein Grund dafür ist auch die Weigerung europäischer Banken, neue Geschäfte mit dem Iran zu finanzieren.

Rohanis Widersacher Ebrahim Raisi setzt daher auf eine vom Westen abgeschottete «Wirtschaft des Widerstandes», von der das Wirtschaftsimperium der Revolutionsgardisten profitieren würde. Der 58-jährige Geistliche war bis zu seiner Präsidentschaftskandidatur als Nachfolger von Revolutionsführer Ali Chamenei im Gespräch, eine Niederlage am Freitag könnte seinem Ruf aber erheblichen Schaden zufügen.

Keine Chancen auf das Präsidentenamt haben der 70 Jahre alte Hardliner Mostafa Mir Salim und der eher unbekannte Reformkandidat Mostafa Haschemi-Taba. (mwl)


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