Alpiq geht gegen Stromflut vor

20. April 2017, 00:00

Energie Der Energiekonzern Alpiq hat in Niedergösgen SO eine Anlage in Betrieb genommen, die vor allem dazu da ist, in Zeiten eines Überangebots Strom in rauen Mengen zu verbrauchen. Nebenbei produziert die Anlage auch noch Dampf für eine nahe gelegene Papierfabrik.

Die Energieproduktion von Fotovoltaik- und Windkraftanlagen ist schlecht planbar, da das Wetter die Stromeinspeisung plötzlich an- oder abschwellen lässt. Das ist für die Stabilität der Stromnetze ein Problem, dessen Lösung zum Geschäft geworden ist. Mit dem Bau der Anlage beteiligt sich jetzt auch Alpiq verstärkt daran, wie der Konzern gestern mitteilte. Mit einer Gesamtleistung von 22 Megawatt frisst die Anlage so viel Strom wie 5000 normale Elektroboiler. Mit dieser sogenannten «negativen Regelenergie» lassen sich Stromproduktionsspitzen brechen. Dafür gibt es einen Markt. Laut Alpiq handelt es sich um eine Pionieranlage. Sie ist jedoch bei weitem nicht die einzige Anbieterin in diesem Markt. (sda)


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