Ex-Chef von Sonova soll in den Calida-Verwaltungsrat

21. März 2017, 00:00

Sursee Das Bekleidungsunternehmen Calida hat Valentin Chapero als Mitglied des Verwaltungsrats vorgeschlagen. Chapero ist Mitbegründer und Partner der Veraison Capital AG, die sich im vergangenen Oktober mit 16,3 Prozent an der Calida-Gruppe beteiligte. Der Verwaltungsrat sei überzeugt, dass er mit Chapero einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie der Calida-Gruppe leisten kann, schrieb der Konzern gestern in einer Mitteilung. Als früherer Chef eines börsenkotierten Unternehmens und langjährige erfolgreiche Führungskraft verfüge Chapero über einen soliden Erfolgsausweis, heisst es.

Chapero übernahm im Herbst 2002 die Geschäfts­leitung des Sonova-Konzerns (ehem. Phonak). Damals schrieb der Hörgerätehersteller aus Stäfa noch rote Zahlen. Unter der Leitung des in Deutschland aufgewachsenen Spaniers ging es aber rasant aufwärts. Innert knapp neun Jahren wurde der Umsatz mehr als verdreifacht.

Neuer Aktionär will Einfluss nehmen

Mit der Wahl zum Verwaltungsrat würde Valentin Chapero als Vertreter des zweitgrössten Aktionärs Veraison Capital in das Gremium einziehen. Die Gesellschaft um Chapero und Gregor Greber, Gründer des Vermögensverwalters zCapital, übernahm im vergangenen Oktober einen Anteil von 16,3 Prozent von der Investorengruppe Micalux. Den grössten Anteil an Calida von knapp 35 Prozent hält die Gründerfamilie Kellenberger.

Die Calida-Gruppe kämpft derzeit mit Kosten für Restruk­turierungen. Im Geschäftsjahr 2016 schrumpfte der Reingewinn zum dritten Mal in Folge. Insgesamt verdiente Calida im abgelaufenen Jahr 14,8 Millionen Franken – rund 13 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auch 2017 will Calida weiter in das organische Wachstum investieren. (sda)


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