Gastgewerbe weibelt für «faire Preise»

29. November 2016, 00:00

Diskriminierung 50 Prozent des Umsatzes eines gastgewerblichen Betriebs in der Schweiz dienen zur Deckung der Personalkosten, weitere 27 Prozent gehen für Warenkosten drauf. Addiert man alle anderen Kostenträger wie Miete, Strom usw., dann bleibt unter dem Strich – nichts.

Das rechnete an der Cafetier-Suisse-Pressekonferenz Sascha Schwarzkopf vor, Leiter Wirtschaftspolitik des Schwesterverbandes Gastrosuisse. Laut seinen Berechnungen erwirtschaftet ein gastgewerblicher Betrieb im Schnitt einen jährlichen Verlust, der 5,6 Prozent des Umsatzes entspricht. Kommt hinzu, dass sich viele Schweizer auch mal gerne ennet der Grenze bewirten lassen. Geschätzte 4 Milliarden Franken flössen jedes Jahr im Rahmen des «Gastronomie-Tourismus» ins Ausland, sagt Schwarzkopf.

Eine Chance auf etwas Linderung verspricht sich die Branche von der Fair-Preis-Initiative. Laut dieser müsste der Bundesrat das Kartellgesetz dahingehend verschärfen, dass diskriminierenden Schweiz-Zuschlägen und damit überhöhten Preisen ein Riegel geschoben wird.

Schwarzkopf denkt dabei weniger an Lebensmittel als an Investitionsgüter wie Kücheneinrichtungen. (t.g)


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