Lufthansa ruft die nächste Instanz an

29. November 2016, 00:00

Frankfurt Die Lufthansa versucht erneut, den nächsten Streik der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit gerichtlich zu stoppen. Nachdem das Arbeitsgericht München gestern Nachmittag ­einen entsprechenden Eilantrag des Unternehmens zurückgewiesen hatte, werde als nächste Instanz das Landesarbeitsgericht München angerufen, erklärte der Konzern am Abend. «Wir halten unsere Rechtsauffassung für zutreffend.» Das Arbeitsgericht München hatte zuvor erklärt, die für heute und Mittwoch geplanten Streikmassnahmen der Pilotengewerkschaft seien «nicht offensichtlich rechtswidrig».

Die Lufthansa hatte Cockpit einen Verstoss gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vorgeworfen, weil die Gewerkschaft für bestimmte Piloten höhere Gehaltssteigerungen verlangte als für andere. «Ein eindeutiger Verstoss gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz» liege jedoch nicht vor, befanden die Münchner Arbeitsrichter. Wegen des Ausstands fallen der Lufthansa zufolge heute und morgen insgesamt gut 1700 Flüge aus, 180000 Passagiere sind betroffen. (sda)


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