Meyer Burger nimmt erste Hürde

26. November 2016, 00:00

Thun Der angeschlagene Solarzulieferer Meyer Burger hat nach einem personellen Neuanfang die erste Hürde für eine Rekapitalisierung genommen. Die Gläubiger stimmten an der gestrigen Versammlung einer Anpassung der Wandelanleihe zu. In einer Woche steht mit der Generalversammlung ein weiterer entscheidender Termin an. Mit dem Entscheid an der Gläubigerversammlung, der mit einer Zweidrittelmehrheit zu Stande kam, verzichten die Obligationäre auf ihr Recht einer vorzeitigen Rückzahlung der am 24. September 2020 fälligen Wandelanleihe über 100 Millionen Franken. Im Gegenzug erhalten sie einen auf 5,5 von bisher 4,0 Prozent erhöhten Zins. Zudem soll der Wandelpreis von derzeit 11.39 Franken je Aktie deutlich gesenkt werden. Die Beschlüsse unterliegen noch der Genehmigung des Obergerichts des Kantons Bern, wie Meyer Burger mitteilte.

Mit der Zustimmung der Gläubiger sei die erste Bedingung zur Umsetzung des Rekapitalisierungsprogramms erfüllt worden, schreibt das Unternehmen. Nun müssen die Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Dezember über eine Kapitalerhöhung von 160 Millionen Franken entscheiden. Als dritter Punkt ist die Verlängerung bestehender Bankkredite geplant. (sda)


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