Modehaus Yendi ist in Konkurs

13. April 2017, 00:00

Bulle Die Modekette Yendi, die in der Schweiz rund 500 Personen beschäftigt, hat am Dienstag beim zuständigen Gericht um Eröffnung eines Konkursverfahrens ersucht. Gestern wurden die Filialen informiert. Die Yendi-Führung beruft sich auf das schwierige Umfeld, in dem sich der Detailhandel bewege. Das neue Direktorenteam habe versucht, die finanzielle Situation der Modekette zu verbessern. «Leider konnten diese Ziele nicht erreicht werden», heisst es in dem Schreiben.

Angesichts der Schwierigkeiten habe das Direktorenteam auch nach einem Käufer gesucht. Auch diese Option habe sich schliesslich zerschlagen. «Wir waren deshalb gestern Abend gezwungen, dem Richter unsere Situation zu eröffnen», schreibt die Yendi-Führung weiter. Die Direktion bittet die Angestellten, weiterhin ihrer Arbeit nachzugehen, damit «die bestmöglichen Verkäufe» erzielt werden könnten. Dies geschehe im Interesse aller.

Vergangene Woche noch ­hatte die Direktion den Filialen Mails mit beruhigendem Inhalt geschickt. Das zeige, dass die Firma ihren Angestellten gegenüber bis zuletzt ihre wahre Situation verschwiegen habe, schreibt die Gewerkschaft Unia in einer Mitteilung. Dies sei unhaltbar. Unia-Vertreter wollen sich kommende Woche mit der Yendi-Direktion treffen. (sda)


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