Arbeitslosenquote bleibt stabil

ERHOLUNG ⋅ Die Industrie hat den Frankenschock verdaut, am Arbeitsmarkt entspannt sich die Lage.
11. Oktober 2017, 00:00

Die Arbeitslosenquote verharrt seit Juni zwar bei 3 Prozent. Doch saisonal hat sie sich im September von 3,2 Prozent im Vormonat auf 3,1 Prozent verbessert. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren im September 133169 Personen eingeschrieben. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber dem Vormonat von 1,8 Prozent.

Man muss in den Statistiken lange zurückblättern, bis sich solch deutliche Zeichen der Erholung finden. Experten werten die statistischen Daten des Septembers als positive Signale für die Wirtschaftslage. Oliver Schärli, Leiter des Bereichs Arbeitsmarkt/Arbeitslosenversicherung im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), sprach gestern an einer Telefonkonferenz von erfreulichen Zahlen.

Jugendarbeitslosigkeit als «Lichtblick»

Die Jugendarbeitslosigkeit, welche als Frühindikator für konjunkturelle Veränderungen gilt, ging gegenüber dem Vormonat um 5,6 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,6 Prozent zurück. «Das ist ein Lichtblick hinsichtlich der Konjunktur», so Schärli.

Während die Jugendlichen Krisen auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise eine robuste Wirtschaftslage als Erste zu spüren bekommen, ist es bei den älteren Personen umgekehrt. Sie profitieren vom Aufschwung verzögert. Auch dies lässt sich in den September-Zahlen erkennen: Bei den 50-Jährigen und Älteren verringerte sich die Arbeitslosigkeit vorerst nur leicht um 0,5 Prozent gegenüber dem August und um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die wirtschaftliche Situation sei gut, betonte Schärli. Die von der Währungskrise gebeutelte Industrie etwa verzeichnet wieder weniger Arbeitslose. Gemäss Schärli hat sich die Industrie somit nachhaltig vom Frankenschock erholt. (sda)


Leserkommentare

Anzeige: