Chinas Industrie gerät ins Stocken

16. Mai 2017, 00:00

Wachstum Die chinesische Industrie ist unerwartet schwach in das Frühjahrsquartal gestartet. Sie steigerte ihre Produktion im April um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt gestern in Peking mitteilte. Ökonomen hatten mit 7,1 Prozent gerechnet, nachdem es im März mit 7,6 Prozent den kräftigsten Anstieg seit zwei Jahren gegeben hatte.

Fallende Preise für Stahl und Eisenerz dürften diesmal gebremst haben, nachdem die Werke zuvor ihren Ausstoss so stark wie seit 2014 nicht mehr hochgefahren hatten und die Lager nun entsprechend voll sind. Auch die privaten Investitionen wuchsen von Januar bis April langsamer. Sie legten nur um 6,9 Prozent zu, nachdem es von Januar bis März noch 7,7 Prozent gewesen waren.

Das signalisiert, dass kleinere und mittelständische Unternehmen Schwierigkeiten haben, an frisches Geld zu kommen. Die privaten Ausgaben stehen für 60 Prozent der Gesamt­investitionen.

Für das Gesamtjahr strebt die Regierung ein Industriewachstum von 6,5 Prozent an. (sda)


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