Dätwyler verbessert Ergebnisse

12. August 2017, 00:00

Industrie Der Industriezulieferer Dätwyler hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres seine Ergebnisse verbessert. Nicht zuletzt dank einer stärkeren Nachfrage aus China konnte der Urner Konzern im Geschäft mit Dichtungen mehr Erträge erwirtschaften.

Unter dem Strich verdiente Dätwyler 53,3 Millionen Franken – 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Konzern gestern mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging dagegen um 2 Prozent auf 80,1 Millionen Franken zurück. Die Abnahme sei hauptsächlich auf einmalige Kosten von 6,6 Millionen Franken für den Aufbau des neuen «Enterprise Hub» von Distrelec in Manchester zurückzuführen, sagte CEO Dirk Lam­brecht an der Medienkonferenz zu den Semesterzahlen.

Gemischtes Ergebnis

Beim Umsatz konnte der Zulieferer ein solides Plus von 3,8 Prozent vorweisen. Das entspricht 644,5 Millionen Franken. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, beträgt der Zuwachs 2,2 Prozent. Das Wachstum ist allerdings nicht breit abgestützt. Während das Dichtungsgeschäft, das rund 60 Prozent des gesamten Umsatzes einfährt, schneller gewachsen ist, sind die Erträge im Geschäft mit technischen Komponenten deutlich zurückgegangen.

In dem auf Europa fokussierten Segment sank der Nettoumsatz im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent auf 224,3 Millionen Franken. Organisch schrumpfte der Bereich um 4,1 Prozent. Dabei erwies sich vor allem das Business-to-Consumer-Geschäft der Grosshändlerin Nedis als harzig. Hier sind laut Lambrecht erste Verbesserungs- und Sparmassnahmen eingeleitet worden. Dabei werde die gesamte Strategie überarbeitet. (sda)


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