Der lange Schatten des Otto Stich

13. Oktober 2017, 00:00

Weltbank Es soll in einigen Ministerien in Osteuropa und Zentralasien noch Menschen geben, die sich an den ehemaligen Schweizer Finanzminister Otto Stich erinnern – weil der 2012 verstorbene Pfeifenraucher aus Dornach zu Beginn der Neunzigerjahre in Kärrnerarbeit eine Staatengruppe bildete, die es der Schweiz nach dem Beitritt zum Internationalen Währungsfonds (IWF) und zur Weltbank ermöglichte, am Tisch der Mächtigen Platz zu nehmen.

«Helvetistan» wurde diese «Schweizer» Ländergruppe, der heute beim IWF Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisien, Polen, Serbien, Tadschikistan und Turkmenistan angehören, bald einmal scherzhaft genannt.

Während eines feierlichen Abendessens in der Schweizer Botschaft in Washington feiert «Helvetistan» nun das 25-jährige Bestehen – ein Anlass, der mit einer Prise Nostalgie begangen wird, wie Paul Inderbinen sagt, der Schweizer Vertreter beim IWF. Die Schweiz profitiere nach wie vor ungemein von der Zweckgemeinschaft, die sie mit den übrigen Staaten bilde. (rrw)


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