Die Wissenschaft der Hotelsterne

11. November 2017, 00:00

Hotellerie Als «Erfinderin und Eigentümerin» der Schweizer Hotelklassifikation» bezeichnet sich der Dachverband Hotelleriesuisse mit Sitz in Bern. Er versteht sich als «Garant für Glaubwürdigkeit, Standards und Aussagekraft der Hotelsterne», die er seit 1979 vergibt. Diese Vergaben orientieren sich an insgesamt 270 Kriterien, darunter je nach Hotelkategorie eine bestimmte Anzahl von Mindestkriterien. Diese führen dann zu einer Punktezahl und auf diesem Weg zur Sterne-Klassifikation. Betriebe, die zum Beispiel 400 Punkte erreichen, können sich offiziell als 4-Sterne-Hotel bezeichnen – falls sie auch alle geforderten Mindestkriterien erfüllen. Zudem muss die sogenannte Materialisierung stimmen, das heisst die Umsetzung in den Materialien des Hauses.

4-Sterne-Superior-Hotels weisen im Vergleich zu «normalen» 4-Sterne-Häusern einen höheren Dienstleistungsgrad aus (z.B. 24-Stunden-Rezeption) und erreichen damit die Dienstleistungsbreite der nächsthöheren Hotelkategorie. Ein 4-Sterne-Superior-Hotel muss demnach wie ein 5-Sterne-Hotel mindestens 600 Punkte erreichen, wobei 5-Sterne-Hotels zusätzlich 21 weitere Mindestkriterien erfüllen müssen An der Spitze stehen 5-Sterne-Superior-Häuser, welche mindestens 700 Punkte erreichen. Die Klassifikationen werden im Auftrag des Verbandes von unabhängigen und lizenzierten Auditoren vorgenommen. (ThB)


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