Durchsuchungen bei LafargeHolcim

15. November 2017, 00:00

Zementindustrie Die Justiz holt zum Schlag gegen LafargeHolcim wegen Schutzgeldzahlungen im syrischen Bürgerkrieg aus: In einer gemeinsamen Aktion haben die französischen und belgischen Behörden Razzien in Paris und Brüssel durchgeführt.

Polizisten hätten gestern den Firmensitz in Paris durchsucht, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Parallel dazu habe eine Hausdurchsuchung in Brüssel stattgefunden, erklärte die belgische Staatsanwaltschaft ­ihrerseits. Die Razzia sei durch einen auf Terrorismus spezialisierten Untersuchungsrichter angeordnet worden. Es gehe um den Verdacht der Finanzierung einer terroristischen Gruppe durch einen internationalen französischen Konzern – ein Firmenname wurde von den belgischen Ermittlern aber nicht genannt.

Weitere Informationen würden nicht mitgeteilt, hiess es. Die Durchsuchung in Brüssel fand nicht bei LafargeHolcim selber statt, sondern bei Grossaktionär GBL. (sda)


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