Ex-Chef von Micronas verurteilt

13. Mai 2017, 00:00

Bern Der ehemalige Chef des Chipherstellers Micronas, Matthias Bopp, ist wegen Insiderhandels zu einer bedingten Strafe von 180 Tagessätzen verurteilt worden. Zudem muss er eine Geldstrafe von 74350 Franken zahlen.

Dies geht aus einem Strafbefehl hervor, der bei der Bundesanwaltschaft öffentlich aufliegt. Der Justiz-Newsletter gotham­city.ch hatte den Fall am Donnerstag publik gemacht.

64000 Franken Gewinn dank Insiderwissen

Am 16.Juli 2015 hatte der Verwaltungsrat von Micronas den Firmenchef Bopp darüber informiert, dass der japanische Elektronikkonzern TDK Ende Monat ein Übernahmeangebot an den Schweizer Chiphersteller ankündigen werde. Am 24.Juli beauftragte Bopp seine Bank 25000 Micronas-Aktien zu einem mittleren Preis von 4.89 und 4.87 Franken zu kaufen. Im Dezember wurde das öffentliche Übernahmeangebot lanciert, zu einem Preis von 7.50 Franken pro Aktie. Am 19.Januar 2016 wurden die Titel von Bopp getauscht. Dieser realisiert dank Insiderwissens einen Gewinn von 64350.10 Franken. Bopp war bis im Oktober Chef von Micronas. (sda)


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