Grosser Spareffekt dank Gesundheit 2020

15. November 2017, 00:00

Medizin Mit der Strategie Gesundheit 2020 hat der Bundesrat die nachhaltige Finanzierung der Gesundheitsversorgung zu einem der Hauptziele erklärt. Eine Rolle spielen dabei auch die Medikamentenpreise. Die Einführung des Referenzpreis­systems geniesst dabei trotz verbreitetem Widerstand Priorität. «Die Vorbereitungsarbeiten für die Einführung laufen bereits», sagt Andrea Arcidiacono vom Bundesamt für Gesundheit.

Die entsprechende Anpassung des Krankenversicherungsgesetzes soll demnach im kommenden Jahr in die Vernehmlassung gehen. Die Inkraftsetzung der Revision ist laut BAG frühestens 2020 möglich. Der Preisüberwacher rechnet bei Einführung eines Referenzpreissystems mit einem Spareffekt in dreistelliger Millionenhöhe. Zur Illustration: Der Anteil der Generika an den Gesundheitskosten von gegen 80 Milliarden Franken pro Jahr beträgt rund 1 Prozent. Das BAG und die Politik müssten nun dringend nötige Reformen umsetzen, findet die Stiftung Konsumentenschutz. Mit einem Referenzpreissystem, einer jährlichen Preisüberprüfung und einem Antrags- und Beschwerderecht für Krankenkassen, Konsumenten- und Patientenorganisationen könnte bei gleicher Qualität viel Geld gespart werden. (bbr)


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