IWF gibt sich optimistisch

11. Oktober 2017, 00:00

Weltwirtschaft Der Internationale Währungsfonds setzt auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft und hat seine Wachstumsprognose leicht angehoben. Demnach werde die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 3,6 Prozent und im nächsten Jahr um 3,7 Prozent nach oben gehen.

Die neue Prognose stellte der IWF gestern in Washington vor. Damit wurde eine frühere Prognose vom Juli leicht um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert. 2016 war die Weltwirtschaft um 3,1 Prozent gewachsen.

Die Eurozone, Japan, China, die aufstrebenden Länder Osteuropas und Russland treiben den Trend nach oben. Dagegen sieht der IWF für die USA, Grossbritannien und Indien schwierigere Zeiten heraufziehen. Im Brexit-erschütterten Grossbritannien habe der Wirtschafts­motor in der ersten Hälfte 2017 mehr als erwartet gestottert.

Mit Blick auf die von Donald Trump regierten USA sprach Maurice Obstfeld, IWF-Chefökonom, von «signifikanten politischen Unsicherheiten». Die Wachstumsprognose für die grösste Volkswirtschaft der Welt fiel mit 2,3 Prozent für 2018 bescheiden aus.

Auch die Eurozone dürfe nicht nachlassen, die weiter bestehenden Risiken im Bankensektor zu bekämpfen, sagte Obstfeld. In vielen entwickelten Ländern sei besonders die niedrige Inflation ein Problem – sie erlaube es den Zentralbanken nicht, die Zinsen anzuheben. (sda)


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