Kosten steigen konstant

14. Juni 2017, 00:00

Gesundheit Nach Prognosen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) wachsen die Gesundheitskosten in diesem Jahr um 4,1 Prozent, im nächsten Jahr um 3,9 Prozent. Für 2018 ergäbe das pro Person Gesundheitsausgaben von über 10 000 Franken.

Eine wichtige Rolle beim Wachstum der Gesundheitsausgaben spielt das Wirtschaftswachstum. Denn je mehr die Leute verdienen, desto mehr können sie für ihre Gesundheit ausgeben. Im letzten Jahr habe sich das konjunkturelle Umfeld etwas erholt und die Schweizer Wirtschaft sei moderat gewachsen, teilte die KOF gestern mit.

Kleine Wirkung durch Preisüberprüfung

Daneben spielten auch demografische Faktoren eine wichtige Rolle. So habe der Anteil älterer Menschen an der Schweizer Bevölkerung im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Dadurch dürften die Gesundheitsaus­gaben um 3,8 Prozent auf insgesamt rund 80,8 Milliarden Franken oder 9601 Franken pro Person zugelegt haben.

Im laufenden Jahr rechnet die KOF mit einer weiteren Erholung der Wirtschaft; auch der Anteil der älteren Menschen werde weiter steigen. Nur eine «geringmässige» Wirkung auf das Kostenwachstum sei von den Einsparungen durch die Überprüfung der Medikamentenpreise zu erwarten. Deswegen geht die KOF für 2017 von einem stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben um 4,1 Prozent auf rund 84,1 Milliarden Franken oder 9898 Franken pro Person aus.

Sollten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter stabil bleiben und die politischen Massnahmen Wirkung zeigen, könnte der Kostenanstieg der Gesundheitsausgaben im nächsten Jahr dann wieder auf 3,9 Prozent zurückgehen. Das ergäbe ein Total von rund 87,4 Milliarden Franken oder 10 189 Franken pro Person. (sda)


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