Krienser Fall kurz vor Abschluss

11. September 2017, 00:00

Fitnessgeräte Anfang Juni dieses Jahres hat die Wettbewerbskommission Husqvarna Schweiz wegen Preisabsprachen mit Schweizer Händlern beim Verkauf von Rasenmährobotern gebüsst. Dies war der erste Entscheid der Weko, der auf das Gaba-Urteil Bezug nahm.

Einer der nächsten Fälle, für die der Fall Gaba massgeblich ist, betrifft einen Fitnessgerätehändler aus Kriens. Die Wettbewerbskommission hatte Ende 2015 eine Untersuchung gegen den Händler sowie gegen einen deutschen Fitnessgerätehersteller eröffnet (Ausgabe vom 26. Januar 2016). Der Vorwurf: Die Weko hat Anhaltspunkte, dass der Parallelimport von Fitnessgeräten der deutschen Marke in die Schweiz verhindert wurde. «Mit dem Entscheid ist im Herbst zu rechnen», sagt Weko-Vize­direktor Patrik Ducrey.

Gemäss Kartellgesetz können Unternehmen bei Wettbewerbsabreden mit einem Betrag von bis zu 10 Prozent des Umsatzes der letzten drei Jahre gebüsst werden. Für das mittelständische Unternehmen aus Kriens wäre das ein herber Schlag. Die Firma will sich bis zum Abschluss der Untersuchung nicht zum Verfahren äussern. (mim)


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