Mehr Leser auf digitalen Kanälen

10. Oktober 2017, 00:00

Medien Der Strukturwandel in der Medienbranche schreitet voran: Gemäss neusten Zahlen der AG für Werbemedienforschung (Wemf) gewinnen Onlineplattformen mehr Leserinnen und Leser, während die gedruckten Zeitungen bestenfalls die Zahl der Leserschaft stabil halten können. So weisen die Tages- und Sonntagszeitungen der NZZ-Mediengruppe, die unter anderem die «Luzerner Zeitung» und ihre Regionalaus­gaben herausgibt, eine vergleichsweise gute Lesermarktentwicklung aus. Gemäss der Herbsterhebung der Wemf wird die LZ (inkl. E-Paper) von 287000 Personen gelesen. Das sind zwar 3,4 Prozent weniger als im gleichen Befragungs­abschnitt des Vorjahres. Dieser Rückgang ist aber gemäss Wemf statistisch nicht signifikant. Erhebliche Rückgänge bei den Leserzahlen verzeichnen hingegen unter anderem «Tages-Anzeiger» und «Blick» (siehe Tabelle).

Bei den Sonntagsmedien ist der gedruckte «Sonntagsblick» die beliebteste Lektüre, obwohl die Print-Reichweite auf noch 583000 schrumpft. Die «Zentralschweiz am Sonntag» konnte um 1 Prozent auf 210000 Leserinnen und Leser zulegen. Die Wemf nimmt den Zeitungen und Zeitschriften jeweils im Frühling und im Herbst den Puls.

Luzernerzeitung.ch legt stark zu

Von der Gesamtreichweite der Medientitel entfallen rund zwei Drittel auf die gedruckten Ausgaben, ein Drittel auf das Internet. Die Wanderung von der Druck- zur Onlineausgabe innerhalb einer printbasierten Medienmarke verlangsamte sich, blieb aber spürbar.

Schaut man sich die Nutzerzahlen der Onlineplattformen der Bezahlzeitungen an, schwingt der «Blick» obenaus: Der Ringier-Titel erreicht 746000 Unique User und damit 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Luzernerzeitung.ch konnte um 29,5 Prozent zulegen. Die LZ erreicht damit täglich insgesamt – gedruckt und online – 344000 Leserinnen und Leser. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 341 000. Eingerechnet sind in diesen Zahlen die Schnittmengenleser. (sda/mim)


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