Millionenstrafe für Bayer

07. Dezember 2017, 00:00

Pharma Das deutsche Pharmaunternehmen Bayer hat mit seinem wichtigstem Medikament in den USA erstmals eine Schlappe vor Gericht erlitten. Ein Gericht in Philadelphia verurteilte Bayer und den US-Partner Johnson & Johnson am Dienstag zur Zahlung einer Strafe von insgesamt knapp 28 Millionen Dollar an ein Paar aus dem US-Bundesstaat Indiana. Die beiden Unternehmen hätten nicht ausreichend auf Risiken von inneren Blutungen bei der Einnahme des Gerinnungshemmers Xarelto hingewiesen.

Für Bayer und J&J, die Xarelto gemeinsam entwickelt hatten, ist es die erste Niederlage vor Gericht im Zusammenhang mit der Arznei. Drei vorherige Fälle waren zu Gunsten der Pharmakonzerne entschieden worden. Sie wollen nun Einspruch gegen das Urteil einlegen. Unter den Medikamenten ist Xarelto der wichtigste Umsatzbringer von Bayer. Das Unternehmen traut dem Mittel einen Spitzenumsatz von insgesamt mehr als 5 Milliarden Euro zu. (sda)


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