Neue Ermittlungen im Fall Vincenz

13. April 2018, 00:00

Liechtenstein Der ehemalige Chef von Raiffeisen Schweiz, ­Pierin Vincenz, sitzt seit 46 Tagen in Untersuchungshaft. Der Verdacht: Vincenz soll privat ­abkassiert haben, als Raiffeisen unter seiner Regie die Betei­ligungsgesellschaft Investnet übernahm und als die Kreditkartenfirma Aduno die Wiler Softwarefirma Commtrain Card Solutions erwarb. Nun führt eine Spur nach Liechtenstein und zum ebenfalls in Untersuchungshaft sitzenden ehemaligen Aduno-Chef Beat Stocker, der auch im Verwaltungsrat der Aktiengesellschaft I.C.H. Invest & Consulting Holding mit Sitz in Mauren sass.

Anfang 2015 soll die I.C.H. von einem Konto der Fürstenbank LGT in Vaduz eine tiefe Millionensumme auf ein Konto bei der Bank Julius Bär gezahlt ­haben, das auf Pierin Vincenz lautete. Darüber berichtet der ­Finanzblog «Inside Paradeplatz». Robert Wallner von der Liechtensteiner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Liechtenstein in den Fokus der Ermittlungen gerückt ist: «Die Staatsanwaltschaft Zürich hat um Rechts­hilfe ersucht. Das Verfahren ist beim Vaduzer Landgericht anhängig.» (doh)


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