OECD fordert mehr Investitionen

14. Juli 2017, 00:00

Berlin Die OECD plädiert für mehr staatliche Ausgaben in den Industrieländern. Einige Staaten hätten als Reaktion auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise mit höheren Sozialausgaben reagiert, und viele andere hätten das Engagement der öffentlichen Hand auf niedrigem Niveau stabilisiert, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gestern mit.

«Die Staaten sollten jetzt ­damit beginnen, den seit 2009 ­anhaltenden kontinuierlichen Rückgang öffentlicher Investitionen zu korrigieren.» Entscheidend seien mehr Ausgaben für Infrastruktur, Technologie, Ökostrom und Bildung, so die Industriestaaten-Gruppe.

Derzeit fliessen etwa ein Drittel der öffentlichen Investitionen in den OECD-Ländern in Transport und Energie. Trotz niedriger Zinsen seien Investitionen von 9,3 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben 2009 auf 7,7 Prozent 2015 gesunken. Die OECD schaut den Verwaltungen alle zwei Jahre auf die Finger. Demnach hinkt Deutschland beim Einsatz digitaler Verwaltungsmethoden zurück. (sda)


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