Opel-Werke bleiben erhalten

11. November 2017, 00:00

Autoindustrie Auch nach der Übernahme durch die französische PSA-Gruppe will der deutsche Autobauer Opel alle Werke behalten und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Das Unternehmen will durch Kostensenkungen und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit ab 2020 wieder schwarze Zahlen schreiben, wie Opel-Chef Michael Lohscheller am Donnerstag sagte.

Er stellte den vom neuen Eigentümer geforderten Sanierungsplan namens «Pace» vor. Teil des Plans ist die «notwendige und nachhaltige Reduzierung der Lohnkosten», wie Opel mitteilte. Dies solle zum Beispiel durch «innovative Arbeitszeitkonzepte, freiwillige Programme oder Angebote für Altersteilzeit» erreicht werden.

Die Effizienz bei Marketingausgaben will das Unternehmen um mehr als 10 Prozent verbessern, der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Umsatz soll von 5,6 Prozent auf 4,7 Prozent sinken. Bis 2020 sollen so die Kosten pro Fahrzeug um 700 Euro reduziert werden, wie Lohscheller ankündigte.

Als Teil der PSA-Gruppe erwartet Opel Synergieeffekte in Höhe von jährlich 1,1 Milliarden Euro bis 2020 und sogar 1,7 Milliarden Euro bis 2026. Der deutsche Autobauer werde «vollen Zugriff auf die Technologien der PSA-Gruppe» haben und so in der Lage sein, bis 2024 Elektroautos in allen PKW-Baureihen anzubieten. Schon 2020 sollen vier Modellreihen mit Elektroantrieb auf dem Markt sein, darunter der nächste Corsa.

Wachstum verspricht sich der Autobauer auch durch die Expansion: Bis 2022 werde Opel auf mehr als 20 neuen Exportmärkten Autos verkaufen, kündigte Lohscheller an. Beim bisherigen Eigentümer General Motors (GM) aus den USA waren die Märkte für Opel stark eingeschränkt. (sda)


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