Schweiz bleibt am teuersten

17. Juni 2017, 00:00

Lebensmittelpreise Konsumenten in der Schweiz zahlen weiterhin die höchsten Lebensmittelpreise Europas. Auch Hotels und Restaurants sind nirgendwo teurer. Generell liegen die Preise hierzulande 61 Prozent über dem EU-Niveau.

Die drei teuersten Länder Europas befinden sich alle ausserhalb der EU. Hinter der Hochpreisinsel Schweiz folgen Island und Norwegen. Konsumgüter und Dienstleistungen waren dort 2016 im Schnitt 47 beziehungsweise 40 Prozent teurer als in der Union, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat errechnet hat. Zwischen den einzelnen Ländern gibt es zum Teil riesige Preisunterschiede. So kostete der Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs in Dänemark, dem teuersten Pflaster der EU, fast dreimal mehr als in Bulgarien und Rumänien. In den beiden billigsten Staaten bezahlten Konsumenten nur etwa die Hälfte des EU-Durchschnitts.

73 Prozent mehr als der europäische Durchschnitt

Die Preise für Nahrungsmittel lagen letztes Jahr in der Schweiz 73 Prozent über dem europäischen Mittel. Einzig in Norwegen war das Preisniveau (plus 63 Prozent) annähernd so hoch. Von den Nachbarländern lockt Deutschland mit den relativ günstigsten Lebensmittelpreisen (plus 6). Bekleidung war 2016 in der Schweiz 43 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt. Nur in Island kleiden sich die Bewohner noch teurer (plus 63 Prozent). Auch für Alkohol und Tabak müssen die Isländer zusammen mit den Norwegern am tiefsten in die Tasche greifen. Bei diesen Produkten rangiert die Schweiz auf dem sechsten Platz (plus 28 Prozent). (sda)


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