Staatsfonds reduziert UBS-Beteiligung

17. Mai 2017, 00:00

Singapur Der Singapurer Staatsfonds GIC hat seine Beteiligung an der UBS markant abgebaut. Konkret hat er 93 Millionen Aktien an institutionelle Investoren veräussert. Die UBS hatte bereits am Montagabend gut eine halbe Stunde vor Börsenschluss angekündigt, dass GIC 93 Millionen Aktien, die 2,4 Prozent aller ausstehenden Aktien entsprechen, durch ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren an institutionelle Anleger verkaufen wolle. Wie gestern aus Handelskreisen verlautete, wurden die Aktien bereits vollständig zu einem Preis von 16.10 Franken pro Stück platziert. Der Fonds selber bestätigte in einer Mitteilung, dass er seine Beteiligung am Dienstag von 5,1 auf 2,7 Prozent abgebaut und damit einen Verlust erzielt habe. Man sei «enttäuscht», heisst es aus Singapur.

GIC hatte im Dezember 2007 als Retter in der Not für 11 Milliarden Franken UBS-Aktien in Form einer Wandelanleihe gekauft, nachdem die Bank die ersten Milliardenabschreiber wegen der US-Hypothekenkrise verbuchen musste. Damals vermeldete GIC eine Beteiligung von rund 9 Prozent an der UBS. Im Mai 2008 wurde dann ein Wandelpreis von 48.07 Franken festgelegt, nachdem ursprünglich ein Minimumpreis von 51.48 Franken und ein Maximumpreis von 62.92 Franken angegeben worden waren.

An der Börse erlitten die UBS-Papiere gestern die grössten Verluste (–2,2 Prozent). (sda)


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