Stahlkonzern bleibt im Minus

10. November 2017, 00:00

Schmolz+Bickenbach Der Konzern Schmolz+Bickenbach hat im dritten Quartal 2017 von höheren Verkaufspreisen profitiert. Umsatz und Betriebsgewinn wuchsen. Unter dem Strich blieb aber ein Minus. Sorge bereiten dem Konzern steigende Preise für Graphitelektroden und Feuerfestmaterialien. Mit einem um 14,4 Prozent höheren Umsatz von 611 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal und einem Betriebsgewinn (Ebitda), der um 34,4 Prozent auf 37,1 Millionen Euro anstieg, habe man ein so­lides Quartalsergebnis erzielt, ­welches vollumfänglich den ­Erwartungen entspreche, sagte Konzernchef Clemens Iller an der Telefonkonferenz gestern.

Doch trotz dieser deutlichen Verbesserung blieb es beim Konzernergebnis bei einem Minus von 7 Millionen Euro, nach einem Verlust in der Vorjahresperiode von 13,9 Millionen Euro. Bei den Produktionsanlagen sei man wegen Wartungsarbeiten am Rande der Kapazität angelangt und habe daher zurückhaltend Aufträge ­angenommen. Die Stahlwerke in der Schweiz, in Frankreich und Kanada seien fast voll ausgelastet gewesen. In den USA gab es noch freie Kapazitäten.

Die Absatzmenge stieg zwar zwischen Juni und September um 3,6 Prozent. Allerdings bremsten hier zwei Ereignisse die Entwicklung. Einerseits führten Restrukturierungen des Produkteport­folios bei Steeltec, wo man sich von nicht profitablen Produkten trennte, zu einer Reduktion von 10000 Tonnen. Jährlich werden es künftig 30000 Tonnen sein. Auch die Sperrung der Rheintalbahn-Strecke in Deutschland wirkte sich auf den Absatz aus. Wegen Mangels an verfügbaren Lastwagen reduzierte sich hier der Absatz um 6000 Tonnen. Das ergab ein Minus von 4 Prozent bei den Auslieferungen. (sda)


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