Stahlkonzern wächst deutlich

12. August 2017, 00:00

Schmolz+Bickenbach Für den Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach geht es weiter aufwärts. Im zweiten Quartal 2017 profitierte der Stahlkonzern von einer robusten Nachfrage und höheren Verkaufspreisen. Für das Gesamtjahr hat das Unternehmen nun seine Ziele angehoben.

Er sei «nicht unzufrieden» mit den Ergebnissen, sagte Schmolz+Bickenbach-Chef Clemens Iller gestern an einer Telefonkonferenz. Die Nachfrage habe sich erheblich verbessert. Allerdings müsse man das Ergebnis im Zusammenhang mit dem starken Einbruch 2015 sehen, der bis 2016 anhielt. «Insofern sehen wir nun eine Rückkehr zur Normalisierung des Marktes.» Die Absatzmengen blieben im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil, denn aufgrund hoher Kapazitätsauslastung konnte Schmolz+Bickenbach die Auf­träge selektiv annehmen. Zusammen mit deutlich höheren Verkaufspreisen erzielte der Konzern einen Umsatz von 699,8 Millionen Euro, 13,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Robuste Nachfrage

Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 36,5 Prozent auf 67,7 Millionen Euro und erreichte eine Marge von 9,7 Prozent. Ohne einmalige Aufwendungen für Restrukturierungsmassnahmen betrug das Ebitda 69,6 Millionen Euro. Das Ebitda wurde gestützt von positiven Effekten aus einem Warenlagerverkauf in Kanada und der erneuten Senkung des Rentenumwandlungssatzes in der Schweiz, wie es weiter hiess.

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 10 Millionen Euro – viel mehr als im zweiten Quartal 2016. Damals waren es noch 2,4 Millionen gewesen. Ähnlich wie im ersten Quartal blieb die Nachfrage in zahlreichen Kundenindustrien robust. (sda)


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