Uber-Streik in Genf

07. Dezember 2017, 00:00

Löhne In Genf sind 18 indirekt für den Fahrdienst Uber tätige Chauffeure aus Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen in den Streik getreten. Sie erhielten ­offenbar keine Sozialversicherungsbeiträge und zu wenig Lohn. Die Chauffeure sind bei den Unternehmen Pégase Léman und Starlimoluxe angestellt. Sie verlangen, dass die geltenden Rechtsvorschriften eingehalten werden, wie die Gewerkschaft Unia gestern bekanntgab.

Die beiden im Kanton Waadt registrierten Unternehmen seien auch in Genf tätig und würden ihre Chauffeure an Uber «verleihen», hielt die Unia weiter fest. Allerdings wurden ihnen die Löhne verspätet ausbezahlt oder in Raten. Bei Pégase Léman seien den Fahrern nicht einmal die vertraglich vereinbarten 3000 Franken bei einer 48-Stunden-Woche ausbezahlt worden. Generell seien die vereinbarten Arbeitszeiten oft überschritten worden. Zudem würden fällige Sozialversicherungsbeiträge ausstehen, hielt die Unia fest. Die betroffenen ­Angestellten verlangen, dass die Verträge angepasst werden.

Nach Ansicht des zuständigen Unia-Sekretärs Umberto Bandiera trägt Uber einen Teil der Verantwortung für die schlechten Arbeitsbedingungen. Der Fahrdienst lege die Preise fest und empfehle interessierten Chauffeuren eine Anstellung bei den beiden kritisierten Firmen. (sda)


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