Unternehmer bietet 500 Millionen Euro

12. September 2017, 00:00

Air Berlin Der deutsche Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl bietet bis zu einer halben Milliarde Euro für die insolvente Air Berlin. Wöhrls Firma teilte mit, am Sonntag per Fax ein Übernahmeangebot beim Air-Berlin-Sachwalter eingereicht zu haben.

Wöhrl bekräftigte, dass er Air Berlin als Ganzes erhalten wolle und eine Gruppenlösung mit einem Konsortium anstrebe. Lufthansa, Condor, TUI, Germania sowie Niki Lauda seien informiert worden, sich an dem Angebot beteiligen zu können. Komme es zu keiner Beteiligung, sei man mit Investoren auch allein in der Lage, die Sanierung zu wagen.

Wöhrls Konzept sieht vor, dass Air Berlin künftig Flugzeuge inklusive Besatzung, Wartung und Versicherung an andere Fluggesellschaften vermieten könnte. Die Flüge finden dann unter dem Namen und der Flugnummer der Partner statt, verbunden mit dem Hinweis «Operated by Air Berlin». So könnten Selbstständigkeit und Name der Airline erhalten bleiben. Es werde davon ausgegangen, dass Air Berlin bald wieder wachse «und demzufolge mindestens die heutige Anzahl von Mitarbeitern gebraucht werde», heisst es in der Mitteilung.

Wöhrl gilt als umtriebiger Unternehmer, der sich betont selbstbewusst, bisweilen auch schnodderig gibt. Er ähnelt damit Ryan-Air-Chef Michael O’Leary, der auch heftig gegen eine mögliche Übernahme von Air Berlin durch Lufthansa austeilte. (sda)


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