Weniger Arbeitslose in der Zentralschweiz

BESCHÄFTIGUNG ⋅ Die Innerschweiz bleibt in Sachen Beschäftigung spitze. Im Jahr 2017 sanken die Arbeitslosenzahlen auf bereits tiefem Niveau. Allerdings stiegen sie gegen Ende des Jahres wieder überdurchschnittlich an.
10. Januar 2018, 00:00

In der Zentralschweiz sind 2017 im Jahresdurchschnitt 8093 Personen als arbeitslos gemeldet gewesen. Dies sind 342 weniger als 2016. Die jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquoten sanken oder blieben unverändert. Sie bewegen sich zwischen 0,9 Prozent und 2,4 Prozent.

Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) von gestern hat in der Zentralschweiz Zug mit 2,4 Prozent die höchste jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote. Sie blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. In Zug waren 2017 im Durchschnitt 1644 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 41 Personen mehr als im Vorjahr. Die zweithöchste Arbeitslosenquote der Zentralschweiz hatte 2017 der Kanton Luzern. Sie nahm gegenüber 2016 aber von 2,1 Prozent auf 1,9 Prozent ab. In Luzern waren im letzten Jahr 4229 Personen arbeitslos, 373 weniger als im Vergleichsjahr. Im Kanton Schwyz blieb die Arbeitslosenquote im 2017 mit 1,8 Prozent unverändert. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 29 auf 1566 zu. Schwyz ist neben Zug der einzige Zentralschweizer Kanton, der für das letzte Jahr mehr Arbeitslose ausweist.

In Uri und Nidwalden blieben die Arbeitslosenquoten 2017 mit 1,0 Prozent respektive 1,1 Prozent konstant. Uri hatte im Jahresdurchschnitt 195 (–7) Arbeitslose, Nidwalden 271 (–7). Am tiefsten war 2017 die Arbeitslosigkeit in Obwalden, und zwar schweizweit gesehen. Die Quote nahm dort von 1,0 Prozent auf 0,9 Prozent ab. Nur Appenzell Innerrhoden hat ebenfalls eine Quote von knapp unter 1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich in Obwalden um 25 auf insgesamt 188 Personen. Insgesamt war die Arbeitslosigkeit in der Zentralschweiz unterdurchschnittlich. Die höchste hatte Neuenburg mit 5,6 Prozent.

Gesamtschweizerisch sinkt die Zahl der Arbeitslosen

Laut dem Seco geht es vielen Unternehmen finanziell besser. Konjunkturprognosen sagen sogar ein deutliches Wirtschaftswachstum voraus, was sich im gesamten Schweizer Arbeitsmarkt manifestiert. Gesamtschweizerisch ging die Arbeitslosenquote 2017 leicht zurück. Sie liegt mit 3,2 Prozent um 0,1 Prozentpunkte tiefer als 2016. Etwas mehr als 143000 Personen waren ohne Arbeit. Das sind etwa 6000 weniger als noch 2016. Boris Zürcher, Chef der Direktion für Arbeit beim Seco, bewertet diesen Rückgang positiv. «Zehn Jahre nach der Finanzkrise präsentiert sich der Arbeitsmarkt wieder in robuster Verfassung», sagte Zürcher gestern vor Journalisten in Bern. Die Verbesserung hatte sich bereits in den letzten Monaten angekündigt. Im Dezember hat sich die Arbeitslosenquote beispielsweise von 3,1 Prozent im Vormonat auf 3,3 Prozent erhöht. Doch die Zunahme habe ausschliesslich saisonale Gründe. In der kalten Jahreszeit werde beispielsweise weniger gebaut. Mit dem Schnee schmelze dann auch die Arbeitslosenquote wieder.

In den Zentralschweizer Kantonen war im letzten Monat des Jahres 2017 die Arbeitslosenquoten höher als im Jahresdurchschnitt, und zwar um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte. Gleiches gilt für den Vergleich der entsprechenden Novemberzahlen. (sda)


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