100000 Franken in eigenen Sack

15. September 2017, 00:00

Küssnacht Das Schwyzer Strafgericht hat gestern einen ehemaligen Mitarbeiter der Bezirksverwaltung Küssnacht unter anderem wegen Veruntreuung, Betrug und Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Er hatte den Bezirk um 98539 Franken betrogen. Er muss eine Geldstrafe von 330 Tagessätzen a 120 Franken, aufgeschoben auf eine Probezeit von zwei Jahren, sowie eine Busse von 500 Franken bezahlen.

Der Mann war in seiner Position berechtigt gewesen, Rechnungen bis zu 2000 Franken eigenständig zu visieren und der Bezirksrechnung zur Zahlung weiterzuleiten. Auch war er berechtigt, Aufträge eigenständig an Dritte zu vergeben. Diese Kompetenzen hat er ausgenutzt, um sich selbst zu bereichern. So bestellte er Waren im Wert von insgesamt 20574 Franken im Namen des Bezirks für seinen Privatgebrauch. Des Weiteren hat er in 57 Fällen Rechnungen in der Höhe von total 75224 Franken für nie erbrachte oder erworbene Dienstleistungen und Waren sowie Quittungen für Honorar- und Spesenabrechnungen mit der Unterschrift des jeweiligen Leistungserbringers gefälscht und an die Bezirkskasse gestellt. (nad)


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