Kommentar

Der Spardruck bleibt bestehen

28. November 2016, 00:00

Nun ist klar, wo die Stimmbürgerinnen und -bürger des Kantons Zug nicht sparen wollen. 53,3 Prozent der Stimmberechtigten, die zur Urne gegangen sind, wollen die Leistungen für die Schwächsten nicht antasten. Geplant war, mit dem Entlastungs­paket II die Zuger Staatsrechnung um rund 40 Millionen Franken zu entlasten. Eine Entlastung um diesen Betrag wird nun nicht mehr möglich sein. Möglich und notwendig jedoch ist, die unbestrittenen Massnahmen aus diesem Paket umzusetzen. Denn der Spardruck bleibt bestehen. Das hat Finanzdirektor Heinz Tännler gestern auch entsprechend klargemacht. Ob dies mit einer überarbeiteten Version des Entlastungspakets oder mit einem anderen Projekt geschieht, ist letztlich unerheblich.

Einig sind sich beide Seiten immerhin darin, dass grundsätzlich gespart werden muss – die Einsparungen haben einfach am jeweils richtigen Ort zu erfolgen. Gerade dies aber dürfte die Auseinandersetzungen und Diskussionen rund um die weiteren Sparziele nicht einfach machen. Denn der Abstimmungskampf hat gezeigt, wie weit voneinander entfernt die Positionen, die anzustrebenden Ziele sowie die Wege dahin sind. Um auf dem vom Volk vorgegebenen Weg konstruktiv weiter voranzukommen, ist es unabdingbar, dass Gegner und Befürworter emotionslos aufzeigen, wo sie zu sparen gewillt sind.

Harry Ziegler, Chefredaktor «Zuger Zeitung»

harry.ziegler@zugerzeitung.ch


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