Die Architektur wird nun gewagter

ANDERMATT ⋅ Im Ferienresort ist die Grundsteinlegung für das Apartmenthaus Alpenrose erfolgt. Damit rückt der Abschluss des ersten Bauabschnitts in greifbare Nähe.
22. April 2017, 00:00

Drei Herren legten sich gestern auf einer Baustelle in Andermatt kurzzeitig mächtig ins Zeug: Investor Samih Sawiris, Verwaltungsratspräsident der Andermatt Swiss Alps AG (ASA); Franz-Xaver Simmen, CEO der ASA; und Michael Ganter, Inhaber der Ganter Group. Sie schwangen bei strahlendem Sonnenschein vergoldete Maurerkellen und griffen anschliessend auch noch zu ebenfalls goldenen Schaufeln.

Mit dem symbolischen Akt zelebrierte das illustre Trio die Grundsteinlegung für das Apartmenthaus Alpenrose. Ihm kommt eine wichtige Bedeutung zu, denn das Gebäude stellt das letzte Puzzleteil des ersten Bauabschnitts des Resorts dar. Zentral gelegen und mit Restaurants sowie Einkaufsmöglichkeiten bildet es den architektonischen Abschluss der Piazza, des künftigen Dorfplatzes.

Gewagter und wilder als bisher

«Ich freue mich sehr, dass wir endlich eines der gewagteren Häuser auf diesem Podium realisieren können», sagte Sawiris nach der Zeremonie und fügte an: «Bislang mussten wir ziemlich zivilisiert und konform bauen. Aber jetzt, nachdem wir sechsmal bewiesen haben, dass wir ganz normale Menschen mit ganz normalen Erwartungen sind, dürfen wir durchaus etwas wilder werden und gewagtere Architektur aufs Podium bringen.» Ein Haus wie das «Alpenrose» könne man nicht jeden Tag bauen. Für Sawiris ist die Vollendung der Piazza, die nach der Fertigstellung des Hauses Alpenrose Realität werden wird, «ein Höhepunkt der Entwicklung in Andermatt». Die Übergabe der Wohnungen im Haus Alpenrose an die Eigentümer ist für Herbst 2018 geplant.

Die ASA und der deutsche Bauspezialist Ganter Interior GmbH haben ein Joint-Venture zur Erstellung des Hauses Alpenrose gegründet. Sawiris und Ganter sprachen gestern «von einer für die Entwicklung des Re­- sorts beispielhaften Zusammenarbeit». Als Generalunternehmerin fungiert die Ganter Suisse AG. Die Spezialisten aus dem Schwarzwald übernehmen nicht nur den Bau, sondern auch den kompletten Innenausbau und die Möblierung des Hauses Alpenrose. Firmeninhaber Ganter betonte gestern: «Noch vor einigen Jahren hätte ich niemals gedacht, hier einmal als Co-Investor zusammen mit Samih Sawiris zu stehen.» Das Konzept der Andermatt Swiss Alps AG habe ihn überzeugt. «Wir freuen uns, unsere Erfahrung und Ausführungskompetenz bei diesem Projekt einbringen zu können.»

Von 480000 bis 2,1 Millionen Franken

Das Apartmenthaus wird über 20 Wohnungen mit Flächen zwischen 50 und 146 Quadratmeter verfügen, wobei die Preisspanne von 480000 bis 2,1 Millionen Franken reicht. Nahezu jedes Apartment hat einen vollgeschossigen Glaserker, der die Zimmer mit Licht durchfluten und freie Sicht auf die Umgebung zulassen soll. Für den Innenausbau stehen die Designlinien «Modern rustic» und «Modern light» zur Verfügung. Sie sollen traditionelle alpine Elemente mit dem modernen Chalet-Stil verbinden. Die aufwendig gestaltete Fassade ist vom alpinen Stil inspiriert. Sie soll das Haus harmonisch in das Architektur-En­semble des Resorts einfügen. Das «Alpenrose» bildet den Abschluss der Piazza. Diese soll dereinst mit ihren Restaurants, Cafés und Shops zum Treffpunkt im Ferienresort werden. Der Dorfplatz wird mit ­Natursteinen gepflästert, erhält einen Brunnen sowie Grünflächen und Bäume.

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch


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