Ex-Kassier fordert mildere Strafe

30. November 2016, 00:00

Schwyz Das Strafgericht hatte im Februar den ehemaligen Kassier der TCS-Sektion Schwyz, von Insieme Innerschwyz und des Gewerbevereins Arth-Oberarth-Goldau zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. 18 Monate davon müsste der heute 55-jährige Innerschwyzer im Gefängnis absitzen. Er wurde damals der mehrfachen qualifizierten Veruntreuung sowie der mehrfachen Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Der Kassier hatte zwischen 2005 und 2012 die drei Vereine um 1,4 Millionen Franken geprellt. Im Berufungsverfahren vor dem Schwyzer Kantonsgericht wehrte sich der Beschuldigte, der nach wie vor ein eigenes Treuhandbüro betreibt, gegen die «in vergleichbaren Fällen zu harte Bestrafung». Wenn er ins Gefängnis müsse, werde ihm die Chance zur Wahrung seiner Existenz genommen.

Die Rechtsvertreter der geschädigten Vereine wollten von einer milderen Strafe nichts wissen. Der Staatsanwalt forderte erneut eine Verurteilung auch wegen Geldwäscherei und eine zusätzliche bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen a 70 Franken. Der Ex-Kassier habe vereiteln wollen, dass das veruntreute Geld ermittelt werden könne. Das wurde vom Verteidiger des Beschuldigten bestritten. Das Urteil des Kantonsgerichts wird schriftlich eröffnet. (one)


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