Graf erhält Rückendeckung

13. April 2017, 00:00

Zentralschweiz Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf will, dass Patienten vermehrt ambulant statt stationär behandelt werden. Er hat dazu eine Liste von Eingriffen erstellt, für die ein stationärer Spitalaufenthalt nur noch in Ausnahmefällen erfolgen soll (wir berichteten). Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren unterstützen, dass der Kanton damit die Diskussion über stationäre Eingriffe angestossen hat, schreiben sie in einer Mitteilung. Die Kantone würden über die Mitfinanzierung der Spitalkosten und der Prämienverbilligung einen hohen Anteil an den Gesundheitskosten tragen. Ihre Steuerungsmöglichkeiten seien aber begrenzt.

Ziel des Kantons Luzern ist es, unnötige Spitalaufenthalte zu vermeiden und damit Kosten zu sparen. Damit könnten Steuer- und Prämienzahler entlastet werden, schreiben die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren. Sie wollen die Entwicklung in Luzern genau verfolgen und allenfalls selber aktiv werden.

Allerdings soll eine Koordination unter den Kantonen erfolgen, so der Zuger Regierungsrat Martin Pfister. Es könne nicht Ziel sein, mittelfristig 26 verschiedene Operationslisten zu haben. Pister: «Es braucht eine gewisse Koordination, sodass die kantonalen Listen aufeinander abgestimmt werden.» (red)


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