So viele Fahrzeuge wie noch nie

19. April 2017, 00:00

Osterverkehr Auch am Dienstag nach Ostern mussten sich Automobilisten am Gotthard gedulden. Wie der TCS twitterte, betrug der Stau am Südportal noch bis zu 8 Kilometer, was zwei Stunden Wartezeit bedeutet. Im Norden waren 50 Minuten Stillstand angesagt. «Wir hatten so viele Fahrzeuge am Gotthard wie noch nie», bilanziert Oliver Schürch, Chef der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri. Total rund 145000 Fahrzeuge passierten zwischen Mittwoch und Ostermontag den Gotthard. «Das sind rund 20 Prozent mehr als im ­vergangenen Jahr», sagt Oliver Schürch. 82000 suchten den Weg in den Süden, 63000 wollten auf die andere Seite. «Normalerweise gibt es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einige Stunden, in denen sich der Stau auflöst – das war dieses Jahr nicht der Fall.»

Bis 14 Kilometer reihten sich die Autos am Karfreitag beim Nordportal aneinander. Am Montag waren es am Südportal rund 15 Kilometer – vier Stunden in der Kolonne. «Wir haben die Kapazitätsgrenze erreicht», erklärt Schürch.

Auch die Züge waren prallgefüllt

Dichtbevölkert waren auch die Züge der SBB – rund 30 Extrazüge mit 48000 zusätzlichen Sitzplätzen wurden bereitgestellt. «Viele Züge zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin waren an diesen Tagen ausgebucht oder sehr gut belegt», sagt Oliver Dischoe, SBB-Mediensprecher. «Die grösste Nachfrage in Richtung Süden wurde wie erwartet am Gründonnerstag und am Karfreitag verzeichnet. Die Rückreisespitze fokussierte sich auf den Ostermontag.»

Das hohe Verkehrsaufkommen war erwartet worden. Späte Ostern, Ferienbeginn und die vielerorts bereits beendete Skisaison waren die Gründe für Verkehrsexperten. Hinzu kam, dass das Wetter im Tessin deutlich besser war als im verregneten Norden. (uus)


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