Steuergelder für Millionäre

20. April 2017, 00:00

Schwyz Über 686 Millionen Franken hat die Ausgleichskasse des Kantons Schwyz im letzten Jahr ausbezahlt. Den grössten Teil machte dabei die AHV mit 376 Millionen aus. Da die Einnahmen bei 488 Millionen lagen, musste die Differenz mit Steuergeldern gedeckt werden.

Die ausbezahlten Ergänzungsleistungen beliefen sich auf 67 Millionen Franken, wie der Geschäftsbericht zeigt. Andreas Dummermuth, Geschäftsstellenleiter der Ausgleichskasse, kritisiert in diesem Zusammenhang die gesetzlichen Bestimmungen. So fordern seinen Angaben zufolge auch sehr vermögende Personen Ergänzungsleistungen ein – und erhalten diese von Gesetzes wegen. «Wir haben nun im Kanton den zweiten Fall aufzuweisen, dass Personen mit einem Vermögen von über einer Million Franken Ergänzungsleistungen und somit Steuergelder beziehen, obwohl sie es gar nicht nötig hätten.» Im diesem Fall gehe es um eine vermögende Frau, die pflegebedürftig wurde.

«Da stimmt etwas mit un­serer Gesetzgebung nicht», so Dummermuth. Er fordert, dass Ergänzungsleistungen für Reiche gestrichen werden, ohne dass die Anspruchsgrenze für die Ärmsten erhöht wird. (one)


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