Suva lanciert den Schneesport-Check

WINTERSPORT ⋅ Die Suva hat ein Online-Präventionsprogramm für Skifahrer entwickelt. Wintersportler können damit ihre persönlichen Risiken einschätzen und Fitness für die Wintersaison antrainieren.

30. November 2016, 00:00

Rainer Rickenbach

rainer.rickenbach@luzernerzeitung.ch

Die frühere Miss Schweiz und Unterhalterin Stéphanie Berger (39) ist bereit für die Wintersaison. Sie trainiert jede Woche Kraft und Kondition und ist als erfahrene Skifahrerin routiniert und risikobewusst auf den Skipisten unterwegs.

Etwas hatte Suva-Sicherheitsfachmann Samuli Aegerter gestern an der Medienorientierung zur neuen Schneesportkampagne aber dann doch zu bemängeln: Berger fährt ohne Helm Ski. Sie erhielt einen Helm geschenkt und versprach mit Inbrunst und fester Stimme, ihn künftig beim Skifahren auch zu tragen.

Jedes Jahr ereignen sich 65 000 Ski-Unfälle

Der grösste Unfallversicherer der Schweiz hatte die Entertainerin eingeladen, um mit ihr für die neuste Präventionskampagne aus dem Hause Suva zu werben. Die Kampagne trägt den Titel Schneesport-Check und dreht sich ums Skifahren.

Etwa 2,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizer sind jeden Winter auf Pisten im In- und Ausland unterwegs. 65 000 von ihnen verbinden unschöne Erinnerungen an die letzte Skisaison, so viele verunfallen pro Jahr so stark mit Ski, dass sie eine ärztliche Betreuung benötigen und eine Zeit lang der Arbeit fernbleiben müssen. Die Folgekosten für die Versicherungen belaufen sich gemäss Suva auf mehr als 269 Millionen Franken. Nur beim Fussball ist die Freizeit-Unfallgefahr noch höher, die Folgekosten fallen indes tiefer aus.

Während an den Grümpelturnieren meistens Zweikämpfe um den Ball Spitalaufenthalte nach sich ziehen, sind es auf und neben den Pisten in der Regel Selbstunfälle, die auf einer falschen Einschätzung der Lage oder mangelnde Fitness zurückzuführen sind. Nur etwa 8 Prozent der Ski-Unfälle geschehen durch einen Zusammenprall zweier Skifahrer. «Eine gute körperliche Verfassung erhöht den Fahrgenuss, verbessert das technische Können und reduziert das Risiko von Stürzen und Verletzungen», sagte Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport der Suva. Der Schneesport-Check lässt sich auf PCs, Tablets und Smartphones durchführen, ab Mitte Dezember wird er von TV-Werbung begleitet. Skifahrer und Snowboarder können mit dem Programm herausfinden, ob ihr Fahrstil gefährlich ist. Die Schneesportler geben ihre Fahrgewohnheiten ein und beantworten etwa 50 Fragen. Aus den Antworten werden ein persönliches Risikoprofil erstellt und darauf abgestimmte Empfehlungen und Tipps vermittelt, mit denen sich Unfälle vermeiden lassen.

Der Schneesport-Check ermittelt zwischen zwölf Risikotypen und beinhaltet auch mehrere Fitnessübungen. Anhand der Antworten entwickelt die Software ein individuelles Trainingsprogramm für die Teilnehmer.

www. Weitere Informationen: suva.ch/schneesportcheck

Skifahrer und Snowboarder können mit einem neuen Angebot der Suva im Internet herausfinden, inwiefern ihr Fahrstil gefährlich ist. Der Versicherer will mit dem Schneesport-Check die Zahl der Unfälle und der Folgekosten senken. (Suva, 29.11.2016)




Login


 

Leserkommentare

Anzeige: