Tessin und Zentralschweiz rücken näher zusammen

ALTDORF ⋅ Die Zentralschweizer Regierungskonferenz setzt auf gute Nachbarschaft – auch am Gotthard.

26. November 2016, 00:00

An der gestrigen 99. Plenarversammlung der Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK), die im Rathaus in Altdorf abgehalten wurde, stand die Aufnahme des Kantons Tessin als assoziiertes Mitglied im Zentrum. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten für die ZRK deren Präsidentin, die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen, und für die Sonnenstube der Tessiner Regierungspräsident Paolo Beltraminelli. Damit hat die ZRK drei assoziierte Mitglieder. Die Kantone Zürich und Aargau haben bereits seit geraumer Zeit diesen Status.

«Mit dem Beitritt können wir die gemeinsamen Interessen der Zentralschweiz und des Tessins noch effizienter beim Bund und in den anderen Regionen einbringen», betonte Beltraminelli nach der gemeinsamen Vertragsunterzeichnung. «Für uns ist die Aufnahme in die ZRK eine Ehre. Ich bin überzeugt, dass sich die beiden unterschiedlichen Kulturen gegenseitig befruchten werden.» Mit der Erweiterung der Konferenz folgt die Zentralschweiz der Tradition, wonach sie mit ihren Nachbarn einen intensiven politischen und kulturellen Austausch pflegt.

Z’graggen wies weiter darauf hin, dass der Kanton Tessin mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels nun auch geografisch näher an die Zentralschweiz herangerückt sei. Die Aufnahme des südlichen Nachbarkantons just zum 50-jährigen Bestehen der Konferenz bezeichnete sie als «historisches Ereignis, ausserordentlich erfreulich und als wegweisenden Schritt in die Zukunft». Nun könne man die Zusammenarbeit im Interesse der Bevölkerung fortan noch intensiver gestalten, freute sich Z’graggen sichtlich.

Zum Jubiläum erscheint ein neues Buch

Zu ihrem 50-jährigen Bestehen hat die 1966 auf Initiative des Kantons Schwyz in Immensee aus der Taufe gehobene ZRK eine Jubiläumsschrift herausgeben. Diese wurde gestern im Rahmen einer Buchvernissage im Zeughaus Altdorf vorgestellt. Das Werk arbeitet in einem ersten Teil die vergangenen 50 Jahre Zusammenarbeit fundiert und systematisch auf. Zudem wird die Bedeutung der Organisation über die Zeit hinweg unter vielen Aspekten beleuchtet. (urh)


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