Weniger Verkehrstote in Schwyz und Uri

STATISTIK ⋅ Unaufmerksamkeit und Ablenkungen sind die häufigsten Gründe für Verkehrsunfälle.

21. März 2017, 00:00

Vier Personen verloren 2016 auf Schwyzer Strassen ihr Leben, drei davon in der Gemeinde Muotathal. Gegenüber dem Vorjahr waren damit jedoch zwei tödliche Unfälle weniger zu beklagen. Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr 945 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 948) im Kanton Schwyz, wie gestern Polizeikommandant Damian Meier anlässlich einer Medienorientierung informierte.

Gemäss Meier waren Unaufmerksamkeit und Ablenkung die Hauptunfallursachen (199 Unfälle). Zweithäufigste Unfallursache war das Missachten des Vortritts (132). Diese Zahl hat gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich abgenommen (2015: 149)

Anstieg bei Unfällen unter Alkoholeinfluss

Einen augenfälligen Anstieg gab es bei den unter Alkoholeinfluss verursachten Unfällen. Diese stiegen von 44 im Jahr 2015 auf 70 im vergangenen Jahr an. Die Schwyzer Polizei will im aktuellen Jahr das Augenmerk verstärkt auf Ablenkung beim Fahren und das Fahren unter Alkoholeinfluss richten. Dabei soll das sogenannte 3-Säulen-Prinzip – also Information, Prävention und Repression – angewendet werden. In Zusammenhang mit dem Fahren unter Alkoholeinfluss sagte Polizeikommandant Damian Meier: «Wir hoffen, dass der Anstieg im vergangenen Jahr ein einmaliger Ausschlag war.»

Zum Grund für den Anstieg der alkoholbeeinflussten Unfälle kann die Polizei nur mutmassen. Möglich sei, dass die Thematik in der Bevölkerung nicht mehr so stark präsent sei. Darum wolle man mit «verstärkter Präsenz» reagieren. Ebenso verhält es sich mit der Ablenkung – zum Beispiel durch das Telefonieren während des Fahrens.

Mehr Unfälle auf der Autobahn

Auch die Kantonspolizei Uri veröffentlichte gestern ihre aktuelle Verkehrsunfallstatistik. Gemäss dieser starben 2016 zwei Menschen auf Urner Strassen. Im Vorjahr waren es noch drei Unfälle mit Todesfolge. Insgesamt hat die Kantonspolizei Uri im vergangenen Jahr 410 Unfälle registriert. Das sind genau gleich viele wie im Vorjahr.

Während die Verkehrsunfälle innerorts von 172 auf 137 und ausserorts auf 166 (172) sanken, stieg die Zahl der Unfälle auf der Autobahn von 66 auf 107 an. Abgenommen hat hingegen die Summe des entstandenen Sachschadens. Dieser beläuft sich auf rund 3 Millionen Franken. In ihrem Bericht resümiert die Kantonspolizei auch diverse Kampagnen, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Darunter auch die Aktion «Feuerstuhl». Dabei wurden vermehrt Geschwindigkeitskontrollen auf den beliebten Urner Passstrassen durchgeführt.

Wie in Schwyz waren auch in Uri Unaufmerksamkeit und Ablenkung die häufigsten Gründe für Unfälle im Strassenverkehr. Allerdings konnte hier ein leichter Rückgang von 215 auf 191 Unfälle registriert werden. Zweithäufigste Unfallursache war das Nichtanpassen der Geschwindigkeit (52 Unfälle). (red)


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