Brand in Sägerei löst Grosseinsatz aus

SATTEL ⋅ Bei einer Sägerei in Sattel ist gestern ein Feuer ausgebrochen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Betrieb in Flammen aufgeht.
20. September 2017, 00:00

Es waren die Mitarbeiter des Sägereibetriebs selbst, die gestern nach 10.30 Uhr Alarm geschlagen hatten. Im Untergeschoss der Produktion, dem Gebäude mit der unverkennbaren Wandmalerei, brannte es. Alle Angestellten konnten den Betrieb sicher verlassen. Aber: Sägereibrände sind heimtückisch, vor allem mitten in einem bewohnten Gebiet. Es war ein Gross­einsatz notwendig.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehroffiziere war denn auch sofort klar: Es musste Verstärkung angefordert werden. Die Sattler Feuerwehr alarmierte die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz. Zur Unterstützung rückten auch Angehörige der Feuerwehren von Oberägeri, Unterägeri und Einsiedeln an. Vor allem Atemschützler wurden dringend benötigt, um das Feuer aus der Nähe zu bekämpfen. Von der Steineraa und vom Sagenbach wurden längere Transportleitungen gelegt. Alles in allem waren um die 150 Feuerwehr­leute vor Ort. Vorsorglich aufgeboten wurden der Rettungsdienst Schwyz und die Sanitätseinsatzelemente aus Sattel und Ägeri. Die Ägeristrasse Richtung Morgarten war für die Dauer des Löscheinsatzes gesperrt. Zur Sicherheit der Feuerwehrleute wurde auch die SOB-Linie unterbrochen. Wegen des Rauchs musste in einer ersten Phase in Erwägung gezogen werden, gewisse Anwohner aus ihren Häusern zu holen. Zu einer Evakuierung kam es dann aber nicht. Die Bahnlinie konnte um 15.20 Uhr wieder freigegeben werden. Im Verlauf des Nachmittags konnte Entwarnung gegeben werden. Das Feuer war gelöscht, man konzentrierte sich auf die Bekämpfung der letzten Brandnester, bevor eine Brandwache aufgezogen wurde.

Firmenchef blickt hoffnungsvoll nach vorn

Die Kantonspolizei Schwyz sprach gestern in einem Medienbulletin von einer «unbekannten Brandursache». Fakt ist: Das Feuer ist im Untergeschoss des Sägemehlsilos ausgebrochen. Dort sind Maschinen des Sägereibetriebs untergebracht. Das Silo selbst brannte zum Glück nicht. Der Brand- und Russschaden an den Maschinen ist aber hoch. Firmeninhaber Renato Iten zum «Boten»: «Der Schaden ist noch nicht abzuschätzen. Wir wollen aber so schnell wie möglich wieder den Betrieb aufnehmen.» Man könne auf ein gutes, junges Team zählen. Die Auftragslage sei gut.

Bereits dritter bedeutender Brandfall

In der Sägerei Iten hat es schon mehrmals gebrannt: Zwei Lagerhallen wurden in der Nacht auf den 30. Juni 2000 ein Raub der Flammen. Die Löscharbeiten der Feuerwehr inmitten des bewohnten Gebiets gestalteten sich sehr schwierig. Zwei Wohnhäuser waren akut durch die Flammen gefährdet. Elf Bewohner wurden aus Sicherheitsgründen temporär evakuiert. Rund zwei Jahre vorher war es zu einem Silobrand mit zwei Verletzten gekommen.

Geri Holdener

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

www. Ein Video vom Feuerwehreinsatz am Brandort finden Sie unter: luzernerzeitung.ch/video.

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