Brücke soll Sicherheit erhöhen

WOLFENSCHIESSEN ⋅ Der Schüler Elias Bissig hat in der Schule eine Brücke über den Gerlibach geplant. Die Gemeinde hat die Anregung aufgenommen.
13. April 2018, 00:00

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Die Furt über den Gerlibach soll eine Brücke erhalten. Das schreibt der Wolfenschiesser Gemeinderat in der jüngsten Ausgabe der «Frequenz», des Informationsmagazins der Gemeinde.

Auf die Idee dafür gebracht hat die Gemeinde ein Orientierungsschüler. Elias Bissig hat in einer Schularbeit einen Lösungsvorschlag zur Verbesserung des Weges im Bereich Furt Gerlibach erarbeitet. In einem Modell hat der 14-Jährige im vergangenen Schuljahr in der 1. ORS eine Fussgängerbrücke ins Gelände gesetzt. «Ich zeichne gerne Pläne und mag es, mit Holz zu arbeiten. Da kam ich auf die Idee, die Brücke zu planen und noch ein Modell dazu zu machen», erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Modell erstellte er im Massstab 1:100 aus Pavatexplatten.

Elias wohnt nur wenige hundert Meter von der Furt entfernt. «Ich fand, dass man an dieser Stelle etwas unternehmen muss», hält er fest. Von einer Karte hat er die Grundlagen für das Modell übernommen und mit einem Programm die Höhenlinien eingezeichnet. Etwa 20 bis 30 Stunden habe er innert zwei Monaten für sein Schulprojekt aufgewendet, schätzt er. Mit seinem Modell ist er dann auf den Gemeinderat zugegangen. «Sie fanden die Idee super.» Die Gemeinde hat die Anregung aufgenommen und das Projekt zusammen mit dem Kanton weiter entwickelt. Dafür gab es Gespräche und Begehungen vor Ort.

Signalisationsanlage ist technisch anfällig

«Derzeit laufen Abklärungen betreffend der Rechte und Eigentumsverhältnisse für das Projekt», sagt Gemeindepräsident Wendelin Odermatt auf Anfrage. Das Ziel sei, die Brücke bis spätestens Mitte 2019 gebaut zu haben. Zu den Kosten könnten zum heutigen Zeitpunkt noch keine genauen Angaben gemacht werden, hält Odermatt fest. Mit der Brücke soll die Furt umgangen werden können, wenn der Bach Wasser führt. Wenn sie gebaut ist, soll die Signalisations-Anlage, die mittels Blinklichtern vor Wasser warnt, entfernt werden. «Sie ist technisch sehr anfällig und funktioniert nicht zuverlässig», sagt Wendelin Odermatt.

Die Warnanlage war 2010 nach einem schweren Unglück im Jahr zuvor installiert worden. Damals sind ein elfjähriges Mädchen und ein sechs Monate alter Knabe ums Leben gekommen. Die zwei Kinder wurden auf dem Heimweg nach Grafenort vom Hochwasser führenden Bach mitgerissen.


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