Cleven legt Berufung ein

14. Juli 2017, 00:00

Zug Hans-Dieter Cleven wird die Klage gegen Boris Becker weiterziehen. Wie Clevens Anwalt, Oliver Habke von der Zuger Kanzlei GHM Partners, gestern per Pressemitteilung bekanntgab, wird Cleven gegen den Entscheid des Zuger Kantonsgerichts Berufung einlegen. Dieses hatte seine Klage abgewiesen, da die Geldforderung gegenüber seinem ehemaligen Geschäftspartner Boris Becker zwar unbestritten bestehe, die Darlehensverträge jedoch nicht ordnungsgemäss gekündigt worden seien und somit die Rückzahlung noch nicht fällig sei.

Nach eingehender Analyse des kantonsgerichtlichen Urteils, so die Mitteilung von Habke, sei Cleven zur Überzeugung gelangt, dass das Kantonsgericht «unzutreffend entschieden» habe. Eine entsprechende Berufungsschrift werde nun innerhalb der gesetzlichen Frist beim Zuger Ober­gericht eingereicht. Das heisse, dass weder das Verdikt der nicht ordnungsgemässen Kündigung rechtskräftig sei noch die im Urteil auferlegten Gerichts- und Parteikosten fällig würden.

Die Gesamtsumme der Darlehen, die Cleven dem deutschen Ex-Tennisstar gab, beläuft sich auf 41,74 Millionen Franken. Im Sinne einer Stufenklage, die der Einsparung von Gerichts- und Anwaltskosten diene, seien aber im Prozess in Zug nur 10 Millionen Franken eingeklagt worden, erklärt Habke. Im Insolvenzverfahren in England aber, wo Cleven in den nächsten Tagen seine Forderung deponieren werde, würde die gesamte Summe angemeldet. Damit schliesst sich Cleven dem laufenden Insolvenzverfahren der Privatbank Arbuthnot Latham & Co. Limited gegen Becker an. (cg)


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